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FreeFinance Serienrechnung oder Abo-Rechnung?

Serienrechnung und Abo-Rechnung in FreeFinance im Vergleich: Ablauf, Grenzen, typische Fehler und wie sich Läufe mit Prüfung automatisieren lassen.

Stand: · Redaktion MW Lab · Allgemeine Information, keine Steuerberatung. Prüfen Sie Ihren Einzelfall mit Ihrer Steuerberatung.

FreeFinance hat unter Rechnungslegung › Vorlagen & Aborechnung zwei Werkzeuge für Rechnungen, die sich wiederholen: die Abo-Rechnung und die Serienrechnung. Beide klingen ähnlich, lösen aber unterschiedliche Aufgaben. Dieser Artikel zeigt die Unterschiede, typische Fehler und wie ein automatisierter Ablauf mit Prüfung aussehen kann. Grundlage sind die FreeFinance-Hilfe und unsere Prüfung einer Demo-Instanz, Stand Oktober 2026.

Abo-Rechnung: ein Kunde, regelmäßig

Die Abo-Rechnung ist für Rechnungen gedacht, die einem Kunden in festen Abständen fast oder ganz gleich gestellt werden: Miete, Wartungspauschale, Retainer, Hosting. Grundlage ist eine Rechnungsvorlage, die Sie beim Schreiben einer normalen Rechnung oder über „Neue Rechnungsvorlage“ anlegen. In der Vorlage hinterlegen Sie das Datum der letzten Rechnung und ein Intervall („Erneut fällig in“ Tagen, Monaten oder Jahren).

So läuft ein Abo-Lauf ab

  1. Stichtag filtern

    FreeFinance berechnet für jede Vorlage den nächsten Termin (letzte Rechnung plus Intervall). Über den Stichtag-Filter sehen Sie, welche Vorlagen fällig sind; in der Demo zeigt die Tabelle dafür die Spalte „Nächste Rechnung“.

  2. Auswählen

    Fällige Vorlagen anhaken. In der Demo heißt die Schaltfläche „Ausgewählte erstellen“ und zeigt die Anzahl der gewählten Vorlagen.

  3. Daten festlegen

    Rechnungsdatum, Status, optional Leistungszeitraum, Referenz sowie Kopf- und Fußtext.

  4. Anlegen

    Mit Status „In Bearbeitung“ entstehen Entwürfe, mit „Abgeschlossen“ fertige Rechnungen mit Nummer und PDF, auf Wunsch digital signiert. Das Datum der letzten Rechnung in der Vorlage wird fortgeschrieben.

Der Lauf startet immer von Hand. Weder die Hilfe noch die Demo zeigen einen Zeitplan, der fällige Abo-Rechnungen selbstständig erstellt oder versendet.

Serienrechnung: viele Kunden, ein Inhalt

Die Serienrechnung schickt dieselbe Rechnung an viele Kunden aus dem Kundenstamm, typisch für Mitgliedsbeiträge, Kursgebühren oder eine einmalige Umlage. Sie arbeitet als Assistent in drei Schritten:

  1. Kunden auswählen

    Suche nach Name, Firmenname, Kürzel oder den Freitextfeldern 1–3. Wer dort Gruppen pflegt (z. B. „Mitglied Kategorie A“), findet die Empfänger schnell. Kunden mit „Hinzufügen“ sammeln. In der Demo ist die Auswahl auf maximal 50 Kunden je Lauf begrenzt.

  2. Rechnungsdaten eingeben

    Belegkreis, Layout und Rechnungsdatum sind Pflicht; optional Leistungszeitraum, Referenz, Einleitungs- und Schlusstext sowie digitale Signatur.

  3. Rechnungen erstellen

    Mit „Rechnungen jetzt erstellen“ entstehen die Rechnungen aus der gewählten Vorlage. Sie erscheinen in der Dokumentenübersicht und lassen sich dort versenden oder als ZIP herunterladen.

Entscheidungsmatrix

SituationAbo-RechnungSerienrechnung
Jeder Kunde hat eigene Positionen oder Preisepasst (eine Vorlage pro Vertrag)passt nicht
Alle Kunden zahlen denselben Betragmöglich, aber viele gleiche Vorlagenpasst
Unterschiedliche Intervalle (monatlich, quartalsweise, jährlich)passt, Intervall je Vorlagenur über getrennte Läufe
Mehr als 50 Empfänger auf einmalAuswahl über Stichtagmehrere Läufe nötig
Einmalige Aktion (z. B. Jahresumlage)unnötig aufwendigpasst
Nachvollziehbar, wer wann fällig warja, über „Nächste Rechnung“nein, keine Fälligkeitslogik

Faustregel: Verträge mit eigenem Rhythmus gehören in Abo-Rechnungen, gleichartige Sammelabrechnungen in die Serienrechnung.

Beides lässt sich kombinieren. Ein Verein kann etwa den Jahresbeitrag aller Mitglieder per Serienrechnung abrechnen und Sponsoringverträge mit eigenen Beträgen als Abo-Rechnung führen. Wichtig ist dann eine klare Trennung, zum Beispiel über eigene Belegkreise oder Freitextfelder, damit kein Kunde in beiden Läufen landet und doppelt verrechnet wird.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Automatisierung mit Prüfbericht und Freigabe

Beide Werkzeuge sparen Tipparbeit, aber nicht die Kontrolle. Ab etwa zehn bis zwanzig Verträgen lohnt ein Ablauf, der die Routine übernimmt und nur noch die Prüfung bei Ihnen lässt:

  1. Fällige Verträge werden täglich automatisch ermittelt.
  2. Ein Vorab-Check meldet Kunden ohne E-Mail-Adresse, bevor eine Rechnung entsteht.
  3. Rechnungen werden als Entwurf angelegt; ein Duplikatschutz verhindert zweite Rechnungen für denselben Zeitraum.
  4. Ein Prüfbericht zeigt Soll und Ist: fällig, erstellt, übersprungen, versendet.
  5. Versendet wird erst nach Ihrer Freigabe.

Die FreeFinance-API bietet Rechnungen, Kunden und PDFs, aber keine Abo-Vorlagen und keinen Mailversand. Ein Zusatzwerkzeug muss diese Teile selbst mitbringen. Genau so arbeitet der Rechnungsautopilot: Vorlagen und Zeitplan liegen im Werkzeug, die Rechnungen entstehen über die API in FreeFinance, der Versand läuft über Ihren eigenen Mailserver. Mehr zum Hintergrund lesen Sie unter FreeFinance: Abo-Rechnungen automatisieren; für überfällige Rechnungen hilft Mahnwesen mit FreeFinance.

Häufige Fragen

Erstellt FreeFinance Abo-Rechnungen automatisch?

Nein. Die Abo-Rechnung zeigt fällige Vorlagen an, die Erstellung starten Sie aber selbst mit „Ausgewählte erstellen“. Einen Zeitplan gibt es nicht.

Wie viele Kunden passen in eine Serienrechnung?

In der von uns geprüften Demo maximal 50 Kunden je Lauf. Für mehr Empfänger starten Sie mehrere Läufe.

Werden Serienrechnungen automatisch per E-Mail versendet?

Nein. Die Rechnungen erscheinen in der Dokumentenübersicht und werden von dort versendet oder als ZIP heruntergeladen.

Kann ich eine Abo-Rechnung zuerst als Entwurf erstellen?

Ja. Mit Status „In Bearbeitung“ entstehen Entwürfe, die Sie prüfen und dann abschließen.

Quellen und weiterführende Links

Das nimmt Ihnen Rechnungsautopilot ab

Der Rechnungsautopilot ergänzt FreeFinance um automatische Abo-Läufe, Empfänger-Prüfung, Freigabe-Queue, Mahn-Vorschläge und einen Wochenreport.

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