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Shopify Payments, PayPal und Stripe: Gebühren und Auszahlungen verbuchen

Verrechnungskonten, Gebühren, Auszahlungen und Rückerstattungen: so bucht ein Shopify-Händler in Österreich Zahlungsanbieter nachvollziehbar.

Stand: · Redaktion MW Lab · Allgemeine Information, keine Steuerberatung. Prüfen Sie Ihren Einzelfall mit Ihrer Steuerberatung.

Im Shop zahlt der Kunde 120 Euro, auf Ihrem Bankkonto kommen drei Tage später 116,30 Euro an, und zwar gebündelt mit anderen Bestellungen. Wie das in der Buchhaltung nachvollziehbar aufgeht, zeigt dieser Artikel am Beispiel von Shopify Payments, PayPal und Stripe.

Das Prinzip: ein Verrechnungskonto je Zahlungsanbieter

Statt jeden Verkauf direkt auf die Bank zu buchen, wird der Verkauf gegen ein Verrechnungskonto gebucht (Soll: Verrechnung brutto, Haben: Erlös und Umsatzsteuer). Die Auszahlung und die Gebühren buchen Sie später ebenfalls über dieses Konto. Am Ende bleibt der Saldo bei null, abgesehen von noch nicht ausgezahlten Beträgen. Diesen Rest sehen Sie auf einen Blick in der Bilanz-/Saldenliste.

Praktisch: ein Verrechnungskonto für jeden Anbieter (Shopify Payments, PayPal, Stripe, Klarna …). So lässt sich jeder Anbieter gegen seinen eigenen Bericht abstimmen.

Die vier Buchungstypen

  1. Verkauf

    Bestellung zahlt: Soll Verrechnungskonto (Brutto), Haben Erlöse und Umsatzsteuer je Steuersatz.

  2. Gebühr

    Der Anbieter behält Gebühren ein: Soll Gebührenkonto (Aufwand), Haben Verrechnungskonto. Die Gebühren stehen im Auszahlungs- bzw. Transaktionsbericht.

  3. Rückerstattung

    Soll Erlösberichtigung und Umsatzsteuer, Haben Verrechnungskonto. Ob Gebühren bei Rückerstattung zurückkommen, hängt vom Anbieter ab und muss separat erfasst werden.

  4. Auszahlung

    Der Anbieter überweist: Soll Bank, Haben Verrechnungskonto. Der Betrag entspricht der Summe aus Verkäufen, abzüglich Gebühren und Rückerstattungen im Auszahlungszeitraum.

Woher kommen die Daten?

Umsatzsteuer auf Gebühren: nicht pauschal beantwortbar

Wie Gebühren von Zahlungsanbietern umsatzsteuerlich zu behandeln sind (steuerfreie Zahlungsdienstleistung, Leistung eines ausländischen Unternehmers mit Reverse Charge oder Rechnung mit österreichischer Steuer), hängt vom konkreten Anbieter, dessen Rechnungsstellung und der Rechtsgrundlage ab. Das kann bei Shopify Payments, PayPal und Stripe unterschiedlich sein. Mit Steuerberatung klären und die Entscheidung je Anbieter im Kontenplan festhalten (z. B. ein Gebührenkonto je Behandlung).

Fallstricke

Monatsroutine

Je Anbieter: Bericht des Monats ziehen, Verkäufe, Gebühren, Refunds und Auszahlungen summieren, mit Verrechnungskonto vergleichen, Differenz erklären und offene Differenzen auf einer Prüfliste festhalten. Für PayPal und Stripe gelten die jeweiligen Berichte als Beleg. Wie die Daten in die Buchhaltung Ihrer Kanzlei kommen, legen Sie mit der Kanzlei fest.

Quellen und weiterführende Links

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Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetze, Formate und Software ändern sich; Angaben ohne Gewähr. Punkte mit „mit Steuerberatung klären“ sind bewusst nicht abschließend beantwortet. Shopify, PayPal, Stripe und FreeFinance sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber; MW Lab ist mit diesen Unternehmen nicht verbunden.